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Filmfest München: Was ist zu sehen?

Wenn man zu einem Publikums-Filmfest will, das 150 Filme aus 50 Ländern zeigt, wird es schwer, die sehenswerten Beispiele für sich selbst zu finden. Daher unsere Tipps.

Wer nicht so oft ins Kino geht, aber trotzdem ein paar Filme bei Filmfest München anschauen möchte, dem empfehle ich, bei der Sektion Cinemasters und vielleicht bei Spotlight zu bleiben.

Filmfest München 2014: Filme, die man sehen sollte:

Die bekannten Filme sind hier: das Sozialdrama der belgischen Brüder Dardenne „Zwei Tage, eine Nacht“, beeindruckend realistisch mit Marion Cotillard und „Leviathan“ des russischen Regisseurs Andrey Zvyagintsev („Palme D’Or“ für das beste Drehbuch in Cannes).

Der russische Film ist allerdings vor allem für ein Publikum geeignet, das die Melancholie und Poetik von Andrey Tarkovsky schätzt. Auch wenn Zvyagintsev sich dagegen wehrt, zum Nachfolger seines bekannten Kollegen zu werden, sind die Finale seiner Filme fast immer philosophisch, dramatisch, eben russisch!

„Joe“ von David Gorden Green und „Under the Skin“ von Jonathan Glazer haben zwar prominente Besetzung, aber keine starken Stories. „Joe“ ist vor allem durch die schauspielerische Leistung von Nicolas Cage und Tye Sheridan interessant. Glazers Werk ist eine Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers.

In der neuen Arbeit der Französen Oliver Assayas „Clouds of Sils Maria“ mit Juliette Binoche, Kristen Stewart und Chloe Grace Moretz geht es um eine bekannte Schauspielerin, ihre vertraute Assistentin und ein Nachwuchstalent. Ihrer aller Schicksal trifft in einem Theaterstück zusammen. Außerdem geht es hier um Liebe und Beziehung sowie um das Altern. Weitere sehenswerte französische Produktionen sind „Das Blaue Zimmer“ von Mathieu Amalric, „Bevor der Winter kommt“ von Philippe Claudel, „La Ritournelle“ von Marc Fitoussi und „Ein Augenblick Liebe“ von Lisa Azuelos.

 

Man sollte auf keinen Fall das letzte Meisterwerk der 73jährigen Japaner Hayao Miyazaki verpassen. „Wie der Wind sich hebt“ ist ein handgezeichnetes Biopic über den weltbekannten Flugzeug-Designer Kiro Horikoshi, der 2014 mit Oscar als bester Animationsfilm nominiert wurde.

 

Mit „The Homesman“ drehte der Schauspieler Tommy Lee Jones seinen zweiten Film als Regisseur. Die Geschichte über die einsame Farmerin Mary Bee (Hilary Swank) die drei psychisch kranke Frauen durch halb Amerika transportieren muss, ist durchaus gelungen.

Man sagt, dass der 25jährige Kanadier Xavier Dolan ein Wunderkind der Kinobranche ist. Wer sich dazu eine eigene Meinung bilden will, sollte seinen Film „Tom à la Ferme“ anschauen.

Liebhaber der Filmklassik sollten sich auf die Hommage an Walter Hill freuen. Ich werde auf jeden Fall erneut seine bekanntesten Werke „48 Sudenten“, „Red Heat“, „Johnny Handsome“, „Wild Bill“ und „Last Man Standing“ anschauen.